Sportschützenverein Renchen e.V.

Vereinschronik

Chronik

Am 26. Oktober 1973 trafen sich 26 Männer und Frauen im Gasthaus zum "Bären" um den Sportschützenverein zu gründen. Ein großteil der Anwesenden war damals schon lange im aktiven Schießsport beteiligt.

In der Gründungsversammlung wurden folgende Personen in den Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender: Manfred Ziegelmeier
Stellv. Vorsitzender: Erich Finkbeiner
Schatzmeister: Gerhard Huber
Schriftführer: Richard Hodapp
Sportwart: Roland v.Küstenfeld
Sellv. Sportwart: Karl Hörnisch
Jugendleiter: Jörg Rothe

Dieser gewählte Vorstand erreichte gerade ein Durchschnittsalter von 25 Jahren. Die Fehlende Reife und Erfahrung konnte aber, wie es sich in den nächsten Jahren beweisen sollte, mehr als wettgemacht werden.

Das Hauptproblem nach der Gründung bestand zunächst darin, einen geeigneten Raum för die Ausübung des Schießsports zu finden. Leider führten alle Bemöhungen in den nächsten Wochen nicht zum Erfolg. Letztlich blieb nur die Alternative, ein eigenes Vereinsheim zu erstellen.

Nach umfangreichen Gesprächen mit der Stadtverwaltung Renchen und dem damaligen Bürgermeister Erich Huber, wurde dem Verein schließlich die ehemalige Kiesgrube im Gewann Plauelmatt zur Bebauung einer Sportstätte überlassen.

In der Übergangszeit bis zur Fertigstellung des eigenen Vereinsheimes konnten unsere aktiven Mitglieder beim Schützenverein Oberkirch trainieren und ihre Wettkämpfe abhalten. Aus der mehr als 2-jährigen Gastfreundschaft der Oberkircher Schützen wurde eine Kameradschaft an die wir uns auch heute immer noch gern erinnern.

Für die Vereinsverantwortlichen waren nun fast wöchentlich Sitzungen mit dem Thema "Schützenhausneubau" notwendig. Außer unserem "Multitalent" Erich Finkbeiner verstand aus der Vorstandschaft zu dieser Zeit keiner etwas vom praktischen Aufbau eines Hauses.

Von Theorie verstanden wir viel, denn schon im März 1974 waren alle Formalitäten erledigt, die Baugenehmigung erteilt und der Kostenvoranschlag bei totaler Eigenleistung mit 25000,- DM errechnet.

Einen Monat später, im Mai 1974 wurde mit den Bauarbeiten begonne. Durch die mehr als dünne Finanzdecke des Vereins, sie betrug bei Baubeginn gerade 870,- DM, musste das ganze Vorhaben durch Kredite finanziert werden, denn Zuschüsse konnte man keine erwarten.

Mit jugendlichem Tatendrang und Euphorie ging es nun ans Werk. Statt mit Bagger und Raupe, wurde mit Pickel und Schaufel gearbeitet. Tonnen von Kies und Sand wurden von Hand verarbeitet. Und trotz aller "Schinderei" wurde uns der Unterschied zwischen Theorie und Praxis spätestens nach Erstellung des Rohbaues bewusst als bereits 35000,- DM verbaut waren. Weitere Einsparungen und noch mehr Arbeitseinsatz waren deshalb erforderlich um nicht finanziellen Schiffbruch zu erleiden.

Endlich nach 2-jähriger Bauzeit und mehr als 5000 geleisteten Arbeitsstunden der Mitglieder, konnte das neuerbaute Schützenhaus im April 1976 mit einem Preisschießen für jedermann vorgestellt werden.

Mit dem Motto: wenn schon Schulden dann richtig, wurde bereits 2 Monate später mit dem Errichten von 7 Luftgewehrständen im Freien begonnen un im Oktober für des Schießen freigegeben.
Die Kosten für den gesamten Komplex waren auf ca. 80000,- DM gestiegen und erhöhten sich nach der Inventarausstattung auf über 90000,- DM.

Sportlich konnte von nun an, durch geregeltes Training und einer hervorragenden Nachwuchsarbeit von Erich Finkbeiner und Jörg Rothe, beachtliche Erfolge bei Meisterschaften und Wettkämpfen erzielt werden. Im Jahre 1978 wurde die Außenanlage mit dem Herrichten eines Parkplatzes hinter dem Schützenhaus vervollständigt.

Durch die günstige sportliche wie auch wirtschaftliche Entwicklung reifte im Herbst 1989 bei den Vereinsverantwortlichen der Entschluss, die Schießhalle zu erweitern, sowie durch Neubau eines Umkleideraumes und einer Waffenkammer, optimale Bedingungen für die Aktiven zu schaffen.

15 Jahre Vereinsarbeit und um viele Erfahrungen reicher, ging man dieses Mal behutsamer ans Werk. Planung und finanzierung wurden exakt eingehalten. In nur 7-monatiger Bauzeit wurde dieses Vorhaben mit einem Kostenaufwand von 150000,- DM in die Tat umgesetzt. Stellvertretend für alle Vereinsmitglieder die für diesen Umbau insgesamt 2500 Arbeitsstunden leisteten, muss an dieser Stelle Erich Finkbeiner, Franz Vollmer und Willi Strack für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt werden. Eingeweiht wurden die neuen Räumlichkeiten mit der Weihnachtsfeier der Stadtkapelle Renchen

In der neu gestalteten Sportstätte konnte nun das Angebot mit den Disziplinen Armbrust und laufende Scheibe erweitert werden.